„Mittwochsbummel“ und „Heldengedenken“ der Burschenschaften an der Universität Wien (08.05.2019)

Am 8. Mai veranstaltete der rechtsextreme Wiener Korporationsring eine Demonstration mit anschließender Kundgebung. Anlässlich des sogenannten „Opernbummel“ marschierten die deutschnationalen Burschenschafter von der Staatsoper zur Rampe der Universität Wien, wo eine Schlusskundgebung abgehalten wurde. Dabei hielt ein Burschenschafter der B! Teutonia eine Totenrede in Andenken an die deutsche Wehrmacht und die Soldaten NS-Deutschlands.

Zur Veranschaulichung geben wir drei Zitate aus besagter Rede im Originalzitat wieder:

Wir haben eine Gesellschaftliche Mehrheit die in Apathie verharrt und dazu [8. Mai, Anm.] nichts anzufangen weiß, die in Konsumwahn und Hedonismus verbunden ist und mit diesem Datum weder positive noch negative Begleiterscheinungen verbinden kann. Und dann gibt es eine kleine aggressive hasserfüllte Minderheit die Freudenfeste feiert und auf den Gräbern unserer Gefallenen tanzt.

Doch wie haben Zeitzeugen diesen 8. Mai erlebt damals? Ein europäischer Freiwilliger schrieb in seinem Erlebnisbericht „Die letzte Division“, ich zitiere:

„Der Tag wird kommen an dem die geheiligten Namen unserer Toten mit stolz genannt werden. Bei diesen ruhmvollen Geschichten werden die Herzen unseres Volkes schneller schlagen und er wird seine Söhne anerkennen. Zweifellos waren wir materiell besiegt worden. In allen Ecken Europas waren wir nun zerstreut und verfolgt. Dennoch konnten wir der Zukunft erhobenen Hauptes entgegensehen. Die Geschichte wägt das Verdienst der Menschen. Über alle irdischen Unvollkommenheiten hinweg hatten wir unsere Jugend rückhaltlos geopfert. Wir hatten für Europa, seinen Glauben und seine Kultur gekämpft. In Aufrichtigkeit und Opferbereitschaft waren wir bis zum Ende treu geblieben.“

Jeder einzelne Mitgliedsbund des Wiener Korporationsringes hatte im Krieg seine Opfer zu beklagen. […] Sie starben, damit wir leben können, ihr Vermächtnis ist unser Auftrag. Enden möchte ich mit einem kurzen Abschnitt aus dem letzten [Wehrmachts-, Anm. laut Redenotiz]Bericht […]. Zitat: „Der deutsche Soldat hat getreu seinem Eid, im höchsten Einsatz für sein Volk für immer Unvergessliches geleistet. Die Heimat hat ihn bis zuletzt mit allen Kräften unter schwersten Opfern unterstützt. Die einmalige Leistung von Front und Heimat wird in einem späteren gerechten Urteil der Geschichte ihre endgültige Würdigung der Geschichte finden. Den Leistungen und Opfer der deutschen Soldaten zu Wasser, zu Land und in der Luft wird auch der Gegner die Achtung nicht versagen. Jeder Soldat kann deshalb die Waffen aufrecht und stolz aus der Hand legen und in den schwersten Stunden unserer Geschichte tapfer und zuversichtlich an die Arbeit gehen für das ewige Leben unseres Volkes.“

Applaus.