„Mittwochsbummel“ der deutschnationalen Burschenschaften an der Universität Wien (02.10.2019)

Wöchentlich am Mittwoch um 12 Uhr findet auf der Rampe des Hauptgebäudes der Universität Wien eine Kundgebung deutschnationaler Verbindungen statt. Veranstaltet wird sie von den Korporationen des Wiener Korporationsrings (WKR). In der Vergangenheit waren mehrmals Neonazis zugegen, fallweise zog der Aufmarsch auch unangemeldeterweise zum Siegfriedskopf im Innenhof der Universität.

Die Kundgebung steht klar im Zeichen des völkischen Antisemitismus, der in den Korporationen des WKR lange Tradition hat. Die Zahl der Burschenschafter bewegt sich dabei zwischen 10-20. Diese werden von der Innenstadt oder vom Café Einstein polizeilich zur Rampe begleitet.

Am 02. Oktober zogen nach Ende der Kundgebung sechs Burschenschafter zum Siegfriedskopf. Dieser stellt ein antisemitisches Symbol für den angeblichen Verrat der Jüd*innen an den Deutschen im ersten Weltkrieg dar. Bis zur Verlegung und Musealisierung des Siegfriedskopfes 2006 war dieser das Ziel der Wöchentlichen Aufmärsche der rechtsextremen Burschenschafter.