Wien: Antifaschistische Demonstration und Angriff auf EKH durch türkische Faschisten (25.06.2020)

Bereits am 24.06. hatten türkische Faschist_innen eine pro-kurdische Frauen-Demonstration angegriffen. Als Reaktion darauf fand gestern eine antifaschistische Kundgebung mit etwa 500 Teilnehmenden in Wien Favoriten statt.

Bereits vor Beginn provozierten Sympathisanten der rechtsextremen türkischen Partei MHP die kurdische Demonstration. Böller und Flaschen wurden geworfen. Augenzeugen berichten, dass ein Kind von einer geworfenen Feuerwerksbatterie getroffen wurde. Die Polizei drängte Störer schließlich in Richtung Reumannplatz ab, wo sie weiter Parolen riefen, Wolfsgrüße und sogar den IS-Gruß zeigten.

Im weiteren Verlauf der Demonstration kam es immer wieder zu Provokationen und kleineren Angriffen, da sämtliche Seitenstraßen offen blieben. Die Angreifer waren teilweise bewaffnet, unter anderem mit einem offen getragenen Fleischermesser. Trotz vieler Verzögerungen am Hauptbahnhof angekommen, wurde die Demonstration von der Polizei am Weitergehen gehindert. Auch hier kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen türkischen Nationalisten und pro-kurdischen Demonstranten. Schließlich wurden die Kundgebungs-Teilnehmer_innen in die U-Bahn gedrängt.

Die Situation im Bezirk blieb angespannt. Als türkische Rechtsextreme sich im Wielandpark neben dem besetzten Ernst-Kirchweger-Haus sammelten, zog die Polizei ab. Es folgte ein Angriff auf das Haus durch 300 Personen, dabei wurde eine Fassade kurzzeitig in Brand gesetzt.

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